12.12.24 –
Der Gemeindevorstand ist nicht überzeugt von der Kosten-/Nutzen-Relation der Aufsuchenden Energieberatung. Dazu nehme ich hier Stellung.
Zunächst einmal: Bad Nauheim und Friedberg nehmen am Programm teil, ebenso Rosbach, Friedrichsdorf, Karben, Florstadt und viele weitere hessischen Kommunen. Es gibt positive Rückmeldungen aus diesen Kommunen. Es kann also kein kompletter Blödsinn sein.
Alena Rohn aus Friedberg antwortete mir sinngemäß (gekürzt):
„Ich habe außer in der Zeitung, Website und als Aushänge in der Bäckerei etc. nichts gemacht. Viel war das nicht. Die Auftaktveranstaltung hat auch nur Raummiete gekostet, die Leute von LEA und die Energieberater kommen ohne Kosten in Rechnung zu stellen.
Die Energieberater sind einfach zu finden, LEA übernimmt die Kosten zu 100%, die Kommune muss die Kosten vorfinanzieren. Für 80 Beratungen hat das die Kommune 10 000 Euro Vorfinanzierung gekostet. Dazu 650 Euro für die Auftaktveranstaltung und etwas Druckkosten...nicht viel, finde ich. “
Alleine der Vortrag, den die beiden Vertreter der LEA in Bruchenbrücken kostenlos gehalten haben, war schon sehr wertvoll. Das Interesse an dem Infoabend war groß. Es waren schätzungsweise rund 80 Einwohner da. Bruchenbrücken hat 1.900 Einwohner.
Die Beratungen sind zwar keine iSFP mit exakten Berechnungen und genauen Kostenschätzungen für die Maßnahmen, aber sie geben Orientierung und eine wichtige Entscheidungshilfe, ob und wie man weiter vorangeht. Sie decken die Themen energetische Sanierung, Heizung und PV ab. Ein Blick aufs Gebäude sagt für einen Energieberater viel aus. Geht mir inzwischen genauso. 15 Minuten Ortsbegehung und ein paar Angaben der Bewohner:innen und ich kann sehr genau sagen, was Sinn macht.
Als ehrenamtlicher Berater erlebe ich jede Woche, wie wichtig es ist, persönlich mit den Menschen zu sprechen.
Eine „vollständige“ Energieberatung (iSFP) kostet den Bürger einige hundert Euro. Das macht man nur, wenn man sich schon entschlossen hat, etwas zu tun. Viele sind aber dazu noch zu unsicher.
Die 100%ige Umstellung auf regenerative Energien ist dasüberlebenswichtige Projektfürdie Menschheit. Das größte Projekt, das die Menschheit jemals zu stemmen hatte, innerhalb von nur 4 Jahrzehnten. Wir können uns hier keine Zeitverzögerung leisten, denn sie kostet uns die Ernährungssicherheit, Kriegs- und Terrorgefahr, Milliarden an Schäden für Überflutungen, und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts ist ebenfalls in Gefahr.
Durch systematische Falschinformationen und Hetzkampagnen, deren Spuren sich stets zu Öl- und Gasländern und -konzernen zurückverfolgen lassen (auch Frank Schäffler (FDP), Axel Springer SE usw.) sind viele Menschen tief verunsichert und treffen Fehlentscheidungen, wie z.B. eine neue Öl- oder Gasheizung einbauen zu lassen. Damit schaden sie nicht nur der Allgemeinheit durch Umweltschäden und indem sie mit ihrem Geld Trump, Putin und die Saudis unterstützen, sondern auch ihrem eigenen Geldbeutel:
Ein Besitzer eines Einfamilienhauses wirft 25.000 bis 40.000 EUR aus dem Fenster, wenn er heute eine neue Öl- und Gasheizung einbaut und diese 20 Jahre betreibt. Ein Nachbar einige Grundstücke weiter oben hat das vor einigen Wochen noch getan. Von dem Geld, das er gespart hätte, könnte mein Nachbar also eine Weltreise machen und es wäre noch genug Geld übrig, um gemeinnützige Organisationen und Vereine zu unterstützen.
Hinzu kommen politische Fehlentscheidungen. Nachdem man eine neue Ölheizung eingebaut hat, denkt man, man kann jetzt eine Partei wählen, die die Förderung wieder abschafft, teure Atomkraftwerke baut, Windkraft verhindert, die Abhängigkeit von Frackinggas und Putin verschärft und den Standort Deutschland massiv beschädigt. Am Ende sind dann die Grünen schuld. Dabei spart die Energiewende mindestens 40 Milliarden EUR pro Jahr in Deutschland, wenn sie richtig vorangebracht und nicht ständig blockiert wird (vgl. z.B. Energiesystemstudie der Fraunhofer ISE).
Ich halte es für eine Pflicht der Politik, alles Nötige zu unternehmen, um möglichst viele Menschen zu erreichen und ihnen eine Entscheidungsgrundlage zu geben, und so Schaden von ihnen selbst und der Bevölkerung abzuwenden.
Die Kommunen haben hier eine Schlüsselrolle. Ihnen vertraut man noch eher als einer Bundes- oder Landesregierung.
Wer in einem guten Vortrag war (z.B. in dem von mir bei der VHS, in dem ich u.a. über kostengünstige Dämm-Maßnahmen spreche), erzählt letztlich auch davon weiter. Wir haben einen positiven Schneeball-Effekt. Und das alles mit einigen hundert Euro aus dem Haushalt und einem Verwaltungsaufwand, der abhängig von der Anzahl der Gespräche ist, die vermittelt werden müssen: Also nur bei großem Erfolg ist es entsprechend mehr Aufwand.
Ich kann mir kaum einen größeren Hebel vorstellen, um Menschen für das Projekt „Lebenswerte Zukunft unserer Kinder sichern“ zu gewinnen.
Die ehrenamtliche Unterstützung der Solarinitiative Wetterau hatte ich ja bereits bei unserem Gespräch vor der Wahl zugesichert.
Thorsten Barth
Die Grünen sind viertgrößte Partei in Deutschland und haben in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum verzeichnet, aber auch Verluste hinnehmen müssen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die Partei steht für progressive Themen wie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Frieden. Sie ist zudem offen und bunt und bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten, sich zu engagieren.
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