11.03.26 –
Als am letzten Montag unser Fraktionsmitglied Anja Frey zum Rednerpult ging, hätte sie mit vielem, aber sicher nicht mit dem dann stattgefundenen Verlauf gerechnet:
Sicher hat es sich schon herumgesprochen, dass eine gute Kinderbetreuung für sie eine Herzensangelegenheit ist. Da an diesem Abend auch die Hallenfrage auf der Tagesordnung stand, waren viele Interessierte im Rittersaal, welche meist beengt stehend, gespannt auf diese wichtigen Punkte warteten. Vorgelagert fand sich der Tagesordnungspunkt "Betriebsvereinbarung" zwischen der Diakonie Wetterau als Betreiber der neuen evangelischen Kita in der Schießhütte und der Gemeinde Ober-Mörlen auf der Agenda. Anja erläuterte kurz, dass sich in diesem Dokument, welches die vertragliche Grundlage des Arbeitens bildet, keine Angaben zur Gruppenanzahl, Zusammensetzung nach Altersanzahl oder Öffnungszeiten finden, es hingegen Regelungen zur Personalausstattung und insbesondere auch zur Personalfreisetzung bzw. Reduzierung von Stunden gibt, die zudem einem im Vertrag angedeuteten Automatismus folgen. Darüber muss gesprochen werden und sie beantragte den Verweis in den Ausschuss für Soziales und Gesellschaft. Auf dem Rückweg zu ihrem Sitzplatz rief ihr Joachin Reimershofer zu, dieses sei wenn dann doch ein finanzielles Problem und in diesem Ausschuss nicht richtig. Anja entgegnete, dass die Gemeinde als verlängerter Arm des Arbeitgebers sehr wohl für soziale Belange zuständig und auch verantwortlich sei. In der Abstimmung über den Verweis reichten unsere Fraktionsstimmen und die Unterstützung durch die FWG nicht. Dass soziale Themen kein Gehör finden, ist kein Einzelfall; symptomatisch hierfür ist seit Jahren die besonders niedrige Anzahl von SuG-Ausschusssitzungen. Schauen Sie selbst im Gremienportal, das betrifft auch Themen wie zum Beispiel den Kunstrasenplatz in den Mühlwiesen. Während die Gemeinde Ober-Mörlen so gut wie alle Kosten dieser neuen Einrichtung übernimmt, sichert die Diakonie nur bis zu 87 Betreuungsplätze zu. Wie viele konkret in den nächsten Jahren zur Verfügung stehen, werden die Familien spüren... insbesondere wenn die Gesamtumstände dieses Maximalangebot dann nicht mehr stemmen können.(In der Katholische Einrichtung vor Ort stehen auch in 2026 nicht die gesamten Plätze zur Verfügung.)
Ist das verwunderlich? Hier in Ober-Mörlen wird Unmögliches versucht: Wer mit einer minimalen Personalausstattung (Paragraph 25c HKJGB) und maximalen Gruppengrößen (Paragraph 25d HKJGB) immer unter Volllast plant, muss mit Konsequenzen rechnen. Das reicht gerade für die Betriebserlaubnis, gutes Arbeiten und Qualität geht nur anders, man muss in anderen Werken als dem HKJGB schauen. Der Hessische Bildung- und Erziehungsplan setzt hier die Standards und Experten definieren hier die Personalausstattung - und die liegen selbstverständlich über der Grenze der Mindestbedarfs.
Kindertagesbetreuung ist eine kommunale Pflichtaufgabe. Dazu gehören die Ermittlung des Bedarfs, die Planung und Umsetzung der Maßnahmen zur Erfüllung. Diese wird seit Jahren in Ober-Mörlen nicht erfüllt. Es fehlen Plätze in allen Altersbereichen und es fehlt der politische Wille für gute Bedingungen. Die Informationsgewinnung ist zudem sehr schwierig, alle vorliegenden Anfragen unsererseits wurden noch nicht beantwortet (z. B. Kinder auf der Warteliste). Ändern wir das gemeinsam!
Die Grünen sind viertgrößte Partei in Deutschland und haben in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum verzeichnet, aber auch Verluste hinnehmen müssen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die Partei steht für progressive Themen wie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Frieden. Sie ist zudem offen und bunt und bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten, sich zu engagieren.
Warum Mitglied werden?
Um Mitglied der Grünen zu werden, müssen Sie 16 Jahre alt sein und einen Aufnahmeantrag stellen. Den Antrag können Sie online stellen oder herunterladen.
E-Mail info@gruene-ober-moerlen.de
Die Grünen führen derzeit eine Aktion zur Mitgliederwerbung durch. In diesem Rahmen bieten sie verschiedene Möglichkeiten, sich über die Partei zu informieren und Mitglied zu werden. Dazu gehören unter anderem:
Die Grünen sind eine attraktive Partei für Menschen, die sich für progressive Themen engagieren wollen. Wenn Sie sich für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Frieden einsetzen möchten, sollten Sie sich die Grünen einmal näher ansehen.
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