28.10.26 –
Das Angebot sicherer Radwege ist ein wichtiges Anliegen unserer Fraktion. Insofern waren wir erfreut darüber, dass der Gemeindevorstand eine kostengünstige Lösung zur Verbesserung der Wegeverbindung anbot. Gleichwohl war uns die Problematik der Finanzierung bewusst. Gemeinden werden bekanntlich nur in den seltensten Fällen am Reißbrett entworfen und zügig realisiert. Sie wachsen über Jahrhunderte. Insofern passen sie nicht immer in standardisierte Finanzierungsverfahren. Der vorhandene Weg gehört unseres Erachtens dazu! Die angrenzenden Baugrundstücke sind von der Straße im Hafergarten erschlossen. Wir gehen davon aus, dass dafür ordnungsgemäß Erschließungsbeiträge erhoben wurden. Der Radweg unterhalb der Grundstücke wird zweifelsfrei auch von den Anliegern als zusätzliche – teilweise notwendige – Erschließung genutzt. Das mag durchaus ein geldwerter Vorteil sein, der der Gemeinde zu vergüten wäre, insbesondere, wenn sie für dessen Verbesserung öffentliche Gelder einsetzt, die allen Bürgern zugutekommen sollten. Für uns stellte sich die Frage nach dem Verhältnis Kosten zu Nutzen – zunächst unabhängig davon, woher das Geld kommt. Der Nutzen eines Ausbaus, der voll verkehrstauglich und damit erschließungsbeitragsfähig gewesen wäre, hat uns nicht überzeugt. Damit wäre auch ein wesentlich größerer Eingriff in die natürliche Landschaft erforderlich gewesen, als jetzt vorgesehen. Wir halten die jetzt vorgesehene Maßnahme für geeignet, die Radwegeverbindung für alle Bürger/innen komfortabler und sicherer zu machen. Insofern hat die Maßnahme einen Nutzen für die Allgemeinheit und der Einsatz öffentlicher Mittel scheint uns gerechtfertigt, bei einem angemessenen Kosten-/Nutzenverhältnis. Ein Vergleich mit der von den Bürger/innen aus Langenhain-Ziegenberg erwähnten Maßnahme ist uns nicht möglich. Wir müssen davon ausgehen, dass die Beitragserhebung rechtmäßig war. Dem Ergebnis einer Prüfung der beschlossenen Maßnahme durch die Kommunalaufsicht stehen wir offen gegenüber. Ggf. werden wir die Maßnahme und ihre Finanzierung noch einmal überdenken.
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